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Historisches Computer-Spiel 'Space Taxi' von Muse aus dem Jahr 1984 für Commodore C 64.

Spiel und Emulator sind auf der Internetseite www.C64games.de

Rezension und Anleitungen für den Emulator von 'Crazy Taxi Freak' alias Markus alias Che Guevarra:

Space Taxi ist ein Geschicklichkeitsspiel nach dem Plattformprinzip von MUSE Software aus dem Jahr 1984.

Am Anfang kann man zwischen 1-4 Spielern auswählen sowie fünf Schwierigkeitsgrade.

Man sammelt mit einem Raumschiff-Taxi seinen Fahrgast auf, welcher mit der klassischen "Anläuferpose" winkt und "Hey Taxi!" ruft (Text- und Sprachausgabe). Man landet dann sanft auf der Plattform, auf welcher der Fahrgast steht, ohneihn umzunieten (Landekufen ausfahren mittels Feuerknopf nicht vergessen!). Dieser nennt einem dann das Ziel (wieder Text- und Sprachausgabe) und man startet.

Geflogen wird mit dem Joystick, welcher die Schubrichtung steuert.Man muß den Schub sehr gefühlvoll einsetzen, um nirgendswo gegenzustoßen, dann verliert man nämlich ein Leben.
Logischerweise fliegt man ihn auf die Plattform, die er nennt.Je schneller man ist, umso mehr Geld bekommt man.
Aber auf den Treibstoffvorrat muß man ebenfalls achten, man kann nämlich nichtin jedem level tanken!
Wenn der Fahrgast als Ziel "Up, please!" nennt, fliegt man durch eine Lücke am oberen Bildschirmrand, welche sonst geschlossen ist. Die Levels haben jedes ein anderes Thema (Strand, wolkenkratzer...) und werden immer schwerer.

Die Grafik ist für C64-Spiele dieser Zeit nicht berauschend, eher primitiv.Sie ist immer noch nach dem Muster gestrickt "Schwarzer Hintergrund mit Linien und Sprites", was 1983 zeitgemäß war, aber nicht mehr 1984.
Das mag kleinlich klingen, ist es aber nicht, da sich in diesen Jahren die grafischen Qualitäten blitzartig verbesserten (vgl. Defender oder Beamrider von 1983 mit Ghostbusters von 1984...)

Der Sound ist ziemlich simpel gestrickt, das konnten andere Spiele dieses Jahres wesentlich
besser, z.B. Ghostbusters. Das gilt vor allem für die Sprachausgabe; das erwähnte Ghostbusters war nämlich das erste C64-Spiel mit Sprachausgabe, welche deutlich besser ist. Die Steuerung ist sehr gewöhnungsbedürftig, am Anfang produziert man sehr viel Schrott und/oder Hackfleisch. Aber wenn man diese draufhat, werden die ganzen Schwächen bedeutungslos und man wird süchtig nach Space Taxi, denn das eigentliche Spiel macht irre Spaß

Solche widersprüchlichen Bewertungen sind alles Andere als Ungewöhnlich für diese Zeit, denn damals zählte nur der Spielspaß und sonst (fast) gar nichts! Deshalb konnte man sich ewig darum streiten, wer den besseren Computer hatte; Commodore C64? Sinclair Spectrum? Amstrad/Schneider CPC464? AppleIIe? Atari 800XL? MSX?
Die eigene Kiste war natürlich die Beste...

Space Taxi kommt ohne True Dive (VICE) aus, allerdings muß man, wenn man a) per Keyset spielt und b) dazu den Cursor verwendet in der Nostalgia-Version im Trainermenu das Keyset entfernen. Erst im nächsten Menu kann man es wieder verwenden. Das Trainermenu funktioniert nämlich mit den Cursortasten, die, wenn als Keyset verwendet,
sozusagen nicht mehr existieren.

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"Space-Taxi" 2, offizieller Nachfolger des C-64-Spiels von Amiga, erschien 2004. Der Spieler kann zwischen "gewöhnlicher" Schicht und "Expertenschicht" wählen!

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Ein inoffizielles Sequel des "Space Taxis" erschien 1994. Hier gibt es einige nähere Informationen. Fans programmierten zahlreiche Untervarianten!

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Crazy Taxi ist ein konvertiertes SEGA-Automatenspiel, das sich inzwischen auch auf einer Playstation 2 und dem PC spielen läßt, je nach Version, in der man es kauft.
Das heißt praktisch gesehen, daß es in Erster Linie ein Spiel für zwischendurch ist, was ja nichts schlimmes ist.
Wie der Name schon sagt, fährt man Taxi, wobei es darum geht, logisch, innerhalb eines auswählbaren Zeitlimits soviel Geld wie nur möglich zu fahren.
Zuerst stellt man Zeitdruck und Verkehrsdichte ein, dann sucht man sich das Fahrgebiet aus (zwei stehen zur Auswahl), sucht sich einen Fahrer mit seinem Wagen aus (vier Möglichkeiten- sowohl Fahrer als auch Auto haben unterschiedliche Charakter- bzw. Fahreigenschaften; z.B. ist Gus ein Typ, den nichts aus der
Ruhe bringt, sein Auto ist, verglichen mit den anderen eine lahme Krücke, die schwer aus der Spur gerät, B.D. Joe hingegen ist ein Partytyp und fährt ein relativ schnelles Auto, das ziemlich nervös reagiert), und ab geht die Post.
Man fährt nur Anläufer, denen man im Gegensatz zur Realität deutlich ansieht, wie lukrativ die Tour ist.
Allerdings bedeutet eine weite (lukrative) Tour auch ein besonders enges Zeitlimit.
Je nachdem, wie gut man damit ausgekommen ist, entscheidet sich die Höhe des Trinkgeldes, wer es überschreitet, dem springt der Fahrgast gnadenlos raus!
Einen Stadtplan braucht man nicht, man hat aber ein Navigationssystem, ähnlich des Traffic Star von Becker (leider ebenso mißverständlich mitunter).
Das Ziel ist als Zone unmißverständlich markiert, man braucht bloß darin anhalten (egal wie).
Das Auto ist unzerstörbar, selbst die schlimmsten Crashs hinterlassen keine Spuren, sollten aber trotzdem vermieden werden (außer, um am Ziel anzuhalten).
Der Grund ist, daß geschickte Fahrmanöver (Sprünge, durch enge Lücken schlüpfen, Drifts...) ebenfalls mit Trinkgeldern honoriert werden, die steigen, wenn diese Manöver schnell hintereinander erfolgen, allerdings nur, solange man nirgendwo gegenfährt; dann beginnt man beim nächsten Manöver wieder beim Mindestbetrag.
Es gilt also, das Ziel auf dem schnellstem Wege zu erreichen, so abartig dieser auch ist (über Dächer, durchs Hafenbecken, durch den S-Bahntunnel- kein Problem!).
Alternativ gibt es auch den "Crazy Box"- Modus, wo einerseits trainiert werden kann, andererseits auch regelrechte Werteprüfungen abgelegt werden können, wie in einer ernsthaften Rennsimulation, was Crazy Taxi nun wirklich nicht ist.

 



Die technische Seite:
Die Grafik ist sehr detailliert, sehr flüssig und fast fehlerfrei, z.B. werfen sich die Fußgänger filmreif zur Seite, wenn man sie sonst überfahren hätte, die Fahrgäste schleudern in schnell gefahrenen Kurven (also allen) dermaßen hin und her, daß man bald selber Nackenschmerzen bekommt.
Lediglich, wenn man allzu heftig gegen eine Hauswand donnert, treten Clippingfehler auf, das ist aber verzeihlich.
Etwas irritierend ist außerdem eine deutliche Pop-up-Neigung bei großen Einzelobjekten, die plötzlich auftauchen.
Ehrlich gesagt fällt das aber nur Zuschauern und absoluten Crazy Taxi- Profis auf.
Die Musik ist gut gesampelt und sehr passend (es sei denn, man steht nicht auf US-Punk von The Offspring und Bad Religion).
Die Soundeffekte sind ebenfalls sehr passend und witzig.
Kluge und unkluge Fahrmanöver werden witzig von den Fahrgästen kommentiert (wer kein Englisch versteht, ärgert sich allerdings, denn im Gegensatz zur Menüsteuerung wurde die Sprachausgabe so gut wie gar nicht übersetzt, was aber auch den Vorteil hat, daß kein schlampiger Synchronsprecher sie versauen kann).
Der Motorsound ist leider bei allen Taxen gleich und ziemlich dünn (das soll ein amerikanischer V6 oder V8 sein!?), das fällt aber nur ins Gewicht, wenn man auf die Musik verzichtet.

Die spielerische Seite:
Die Steuerung ist schnell verinnerlicht, selbst, wenn man noch nie an der Playstation2 gespielt hat, außerdem hat man mehrere Steuerungsmodelle zur Auswahl.
Für Blitzstarts und Drifts braucht man spezielle Tastenkombinationen, die man aber im erwähntem Crazy Box-Modus erlernen kann; dieser Modus hat also doch seine Existenzberechtigung, denn es zwingt einen keiner, alle Prüfungen zu knacken, um diese Tastenkombinationen zu lernen.
Das Fahrverhalten ist nicht gerade realistisch, Überschläge sind z.B. unmöglich, macht aber großen Spaß, da es schnell gelernt ist.

Fazit:
Berufserfahrung im Taxengewerbe sind durchaus nützlich, aber keine Vorraussetzung.
Crazy Taxi gehört zu meinen Lieblingsspielen, die ich immer wieder spiele, wenn ich nichts zu tun habe.
Obwohl das Spielprinzip und die Steuerung relativ primitiv sind, hat Crazy Taxi eine hohe Langzeitmotivation, denn wie in der Realität ist keine Schicht wie die andere; ebenfalls wie in der Realität entdeckt man immer wieder noch bessere (und anspruchsvollere) Verbindungswege.
Dieses Spiel vereint in gekonnter Weise Realität und Humor über das Taxifahren.
Die beschriebenen Schwächen bei Grafik und Sound kann man getrost verschmerzen.
Also genau das Richtige Spiel, um sich nach der Schicht seinen Frust abzureagieren.

Preis:
Da Crazy Taxi schon einige Zeit auf dem Markt ist und sich blendend verkauft hat, ist es schon lange in der Platinum-Serie.
Das heißt, daß man nicht die üblichen 60 Euro zahlen muß, sondern die Hälfte, 30 euro!!!

Rezension von 'Crazytaxi Freak'

Hier gibt es noch einige Informationen und ein Demo zum runterladen:

http://games.softpedia.com/get/Games-Demo/Crazy-Taxi-Demo.shtml


Actiongeladenes Taxigame von 2006, das ab Win 98 bis XP läuft - darüber hinaus nicht getestet! Aus der Spielebeschreibung: "Knallharte Autokämpfe um jeden Kunden stehen im Vordergrund. Doch Vorsicht, dass der Wagen nicht zuviel Schaden nimmt. Sammeln Sie möglichst schnell, aber doch schonend, möglichst zielstrebig, aber doch ohne Hektik ihre Taxikunden ein und bringen Sie sie an die gewünschten Ziele! Jeder Kunde ist eine neue Herausforderung!


Heutzutage gibt es auch eine Vielzahl von Online-Taxi-Spielen, wie zum Beispiel "NY Cab Driver", oder "Taxi Gone Wild". Meistens geht es nur darum so schnell wie möglich zu fahren, oder auch so schnell wie möglich einen Parkplatz zu besetzen, und zumeist sind New Yorker Yellow Cabs die Protagonisten. Ein Internetportal listet an die 50 verschiedene Taxi-Spiele auf, für Kinder wie "Bubble City" und erwachsene Gamer. Auch Puzzlespiele sind beliebt.

 

 

 

"Brutal Taxi" spielt ausnahmsweise in England.

 

In "Bandit Taxi" fährt man ein illegales Taxi.

In "Bombay Taxi Madness" kämpft man um frei Parkplätze