= die neuesten Berichte stehen oben =
Nur quasi einen Tag war ich (Anke) 2024 in St. Andrews auf einer Konferenz der dortigen ehrwürdig-alten Universität. Da die Zeit so knapp war, ich aber neben der ganztägigen Konferenz ein kleines Bisschen von der Stadt sehen wollte, waren Taxis willkommen, trotz der eigentlich kleinen Stadt, die man auch fußläufig durchqueren konnte. Überrascht war ich von der offenbar großen Zahl der Taxibetriebe in der wie gesagt überschaubaren Stadt. Sehr viele verschiedene Farben, Dachschilder und Aufkleber machten die Auswahl deutlich. Die Fahrzeuge, die ich benutzte, waren durchweg modern - sogar ein "Rennwagen"-ähnliches rotes Gefährt war darunter. Taxifahren scheint dort - wie auch in England - noch halbwegs einträglich zu sein. Zumindest beklagte sich keiner der befragten Fahrer über diesbezügliche Sorgen.
Hier ein wartendes Taxi neben einem der dicken Überlandbusse am Busbahnhof in St. Andrews. Seine gelbe Lizenzplakette mit der Nummer hängt rechts neben dem Nummernschild. Die lustigen schwarzweißen Säulen mit dem gelben Ball oben drauf zeigt übrigens an, dass dort ein Fußgängerüberweg ist. Sie leuchten auch.
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Besonders schmuckvoll waren diese "Scotland Taxis" mit dem Schriftzug vor dem Hintergrund der schottischen Flagge. Rechts erneut ein Taxi vor einer (leuchtenden) Fußgängerüberweg-Säule. Auf dem Dachschild steht der Name des Taxibetriebes. Gut zu sehen auch bei dem unteren Foto. | |
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Im Hotel fand ich dieses Taxi-Rufsystem vor. Aber ob das heutzutage im Zeitalter des Smartphones noch jemand benutzt? Ich jedenfalls marschierte samt Koffer los, um noch ein wenig Innenstadt zu sichten, und gelangte so an den Busbahnhof. Ein Hinweis auf die angenehme Größe dieser Stadt! |
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Hier einige der Visitenkarten, die ich ergattern konnte:
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Leeds und York, England (2024)
2024 war ich (Anke) zu Gast bei dem großen International Medieval Congress in Leeds und hatte dabei Gelegenheit, ein paar der modernen Taxis zu fotografieren und auch zu nutzen. Die Mehrzahl der Cabs in Leeds waren diese speziellen, z.B. von Peugeot hergestellten, schwarz-weißen "licensed Hackney-Carriage", die auch zum Transport von Rollstühlen eingerichtet sind. Daneben gab es noch "normale" Limousinen-Fahrzeuge. Der Begriff "Hackney" geht übrigens schon auf das 16. Jahrhundert zurück und bezeichnete die ersten Pferdekutschen-Taxis in London.
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Nicht zu übersehen - es handelt sich um ein Taxi, wie ja mehrfach auf dem Wagen geschrieben steht! Im hintergrund ist ein weiteres Taxi, diesmal mit gelben Dachschild, zu erkennen. Fahrzeugfarbe und Dachschilder sind je nach Taxibetrieb unterschiedlich und erlauben so rasches Erkennen der Lieblings-Company des Vertrauens. Alle Fahrzeuge sind blitzsauber und gepflegt.
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| Rechts eine Reihe wartender Taxis am Hauptbahnhof in Leeds. Gut erkennbar die verschiedenen Arten Dachschilder. Oben eine wartende "Hackney" am Taxistand (blaues Schild links) vor der Universität Leeds. | ||
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Einige Fahrzeuge, vielleicht ältere Modelle, oder auch in Folge der Corona-Pandemie, haben ein Trennscheiben-Gebilde um den Fahrer. Die meisten Taxis sind aber "offen" und man kann sich auch vorn neben den Fahrer setzen, sofern der Platz nicht mit Utensilien belegt ist. Rechts der Blick aus einem anderen, "offenen" Taxi mit dem coolen Joystick-Wählhebel in der Mitte. Es war ein Automatik-Hybrid-Fahrzeug.
Unten zwei weitere Taxis, diesmal vorn eines mit rotem Dachschild. Beide tragen aber den großen Aufkleber mit Stadtsiegel "Hackney-Carriage" an der Tür. |
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Auch eine Menge "Uber" habe ich gesehen, ganz normale Limousinenfahrzeuge, erkennbar am entsprechenden Aufkleber auf der Tür. Wie dort zu lesen ist, sind sie nur vorzubestellen, und nur über die entsprechenden Apps, wie Uber oder Veezu.
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Auf einem kurzen Ausflug nach York an einem halben Tag konnte ich am Bahnhof ein paar Taxis fotografieren. Auch hier waren die "Hackney-Carriages" mit dem entsprechenden Hinweis auf dem Lizenzschild zu finden. An der Tür prangte das Stadtwappen von York. Bis in die Innenstadt waren es nur 15 Minuten Fußweg, da ich dies jedoch nicht wusste, nahm ich frohgemut am Bahnhof ein Taxi und ließ mich protzig bis vor die Kathedrale fahren. Ich entschuldigte mich, aber den freundlichen Fahrer schien die kurze Tour nicht zu stören.
Am Bahnhof waren gerade größere Bauarbeiten in Gange, was es den an- und abfahrenden Taxis etwas schwierig machte. Die Aufnahme der Passagiere erfolgte in der überdachten Vorhalle. Draßen war noch ein verlängerter "Überlieger"-Bereich für die Taxis. Auf diesen Fotos gut zu sehen sind die verschiedenen Automarken, die genutzt werden. Die Fahrzeuge waren meist schwarz und hatten ein weißes Dachschild mit der Aufschrift "Taxi" (alle von einer Firma?) Hinten neben dem Nummernschild ist das halbkreisförmige Lizenzschild zu erkennen. Darauf angegeben auch, wieviele Personen befördert werden dürfen. Der BMW rechts oben hat im Fenster seine Lizenz hängen, mit einer Ausnahmegenehmigung für vier Personen.
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London (2014)
2014 waren wir zu einem Kurzurlaub in London, um das British Museum abzugrasen und einen Rundblick vom "Shard" zu genießen. Aus irgendeinem Grund ist der entsprechende Reisebericht vergessen worden. Zum Glück konnte ich 2024 wenigstens die Fotos wiederfinden. Hier gleich ein typischer Blick mit wartenden TX 4 und den roten Doppeldeckern. Die Lizenzplakette der Taxis hängt unter dem Nummernschild.
Wie schon 2010 zu sehen, herrscht Farbfreigabe: neben Schwarz sind blaue und weinrote Fahrzeuge zu sehen |
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Gewöhnungsbedürftig ist die Werbefoliierung. Vor allem dieses pinke Fahrzeug... nun ja, es ist aber wenigstens auffällig! Der Hinweis "rightmove" an der Tür bezieht sich nicht auf ein Mobility-App, sondern auf eine Umzugsfirma!
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Einige Fahrzeuge hatten im Rückfenster diesen Aufkleber. Er zeigte an, dass der Fahrer bei dem großen weltweiten Taxifahrerprotest am 11. Juni 2014 gegen Uber und andere Mitfahrzentralen teilgenommen hatte. Auch in Hamburg gab es eine Demo damals.
London und Luton (2010)
Im Juni 2010 war ich kurz über ein Wochenende in London, wo ich mein Töchterchen besuchte. Aber wie das natürlich so ist, habe ich mein Augenmerk auch auf die Taxis dort gerichtet, damit ich wieder über eine neue Stadt und ihre Cabs berichten kann. Da mein Flieger in Luton landete, einem kleinen Vorort von London, der mit der Schnellbahn etwa eine halbe Stunde entfernt ist, hatte ich aber auch noch von einem kleinen anderen Teil Englands einen Eindruck, und der Unterschied sich durchaus von London selbst, denn man findet dort eine ganze Menge Fahrzeuge, die KEINE typisch englischen Taxis sind, also von LTI (London Taxi international) stammen. Dem früheren Austin! Aber auch hier dominieren natürlich die LTI-Wagen, vornehmlich die FX 3, TX 3 und 4, wobei der FX 3 der Klassiker unter den Black Cabs ist. Ich sah in den wenigen Minuten zwei Peugeot und einen Citroen. Und 'BLACK' sind die 'Black Cabs' schon lange nicht mehr! Weder in Luton noch in London selbst. Bei den TX 4 dominieren Metallic-Lacke in hellblau oder rot, obwohl natürlich das eine oder andere schwarze Taxi auch bei den neueren Wagen herumfährt. Aber das sind dann wohl die absoluten Nostalgiker-Cabbies, denn die anderen Wagen sehen natürlich sehr viel schicker aus.
Zunächst von Luton Airport:
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Zwei LTI TX 1 Cabs
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Ein LTI TX 3 und ein TX 4 Cab
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links die Licence-Plate von Luton und rechts ein TX 4 Cab
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Ein TX 4 Cab (oben links) und zwei TX 3 Taxis
Und dann noch die 'frechen Ausländer' unter den ur-englischen Kameraden:
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Zwei Peugeot
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Und ein Citroen, der aber baugleich mit dem großen Peugeot oben rechts ist! Wir beachten bitte, daß alle Wagen mit einer zusätzlichen Stufe ausgestattet sind.
Nachdem ich dann mit der Schnellbahn in Saint Pancras-Station angekommen war und aus der Halle trat, war gleich die erste Taxe, die mir zu Gesicht kam in Central-London, ein MERCEDES VITO (links)! Die hatten ja erst vor Kurzem die Zulassung als London-Taxi (Black Cab) bekommen, da sie nach einigen Umbauten den sehr kleinen vorgeschriebenen Wendekreis schafften. er muß sich relativ schnell durchgesetzt haben, da ich in den nur eineinhalb Tage 6 von ihnen sah!
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Trotzdem war die absolut überwältigende Mehrheit der Wagen natürlich die klassischen FX und TX! Ein paar wenige Wagen eines anderen englischen ziemlich alten Modells sah ich, konnte aber leider kein Foto von ihnen machen. Der hatte einen ziemlich eckigen Kühlergrill über die ganze Vorderseite hinweg.
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Die absoluten Klassiker der Black Cabs oder 'London Taxis', zwei FX 3 Fairlane.
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Diese beiden FX 3 sind nicht mehr ganz so 'original', da sie mit Werbung 'verhunzt' wurden.
Und jetzt folgen eine Reihe Fotos der älteren TX-Versionen vom London Taxi:
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Und nun gibt es natürlich noch die neueste Version des 'Black Cabs' zu sehen, mit der ich auch beim einzigen Mal, bei dem ich ein Taxi dieses Mal benutzte, gefahren bin.
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Oben sehen wir noch die Licence-Plate eines 'echten' London-Taxis. Die alten Licence-Schilde der 'City Of London' und 'City Of Westminster' gibt es scheinbar nicht mehr. Diese Taxen haben jetzt wohl Lizenzen für ganz London.Aber damit scheint auch der legendäre Ruf der Londoner Kutscher dort etwas gelitten zu haben, denn man wies mich extra darauf hin, daß London-Cabbies KEINE KLEINEN STRASSEN kennen, und man also gut daran tut, sich eine möglichst große Kreuzung oder ein berühmtes Gebäude zu merken, das der Kutscher kennt! So gingen wir dann auch vor, als wir das Taxi heranwinkten.
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Fazit unserer Fahrt im TX 4: Extrem bequemer Einstieg, da man nahezu aufrecht einsteigen kann! Ausfahrbare Rollstuhl-Rampe serienmäßig! Auf der Rückbank haben zwei Personen bequem und drei etwas beängt Platz, aber dafür gibt es an der Trennwand noch zwei Klappsitze, die allerdings wirklich nur für kurze Fahrten geeignet sind. Aber immerhin! Dass Aussteigen war dann allerdings, wie auch schon bei den früheren Modellen, für jemanden wie mich recht schwierig, weil die Tür zu weit vorne ist.Bemerkt werden muß noch, daß es zwar eine Trennscheibe gibt, aber in dieser befindet sich ein Loch, durch das man das Geld durchschiebt. Dort könnte ein Bösebold im Falle eines Überfalles locker ein Pistölchen durchhalten! Gegen Stichwaffen allerdings würde sie natürlich helfen, es sei denn, man macht beim Aussteigen einfach die Seitentür auf, was scheinbar in den meisten Fällen möglich ist, aber vielleicht kann man die ja abschließen? Der Fahrpreis scheint mir ähnlich zu sein wie bei uns. Ich zahlte inklusive Trinkgeld für eine etwa 20 minütige Fahrt ohne Staus 13 Pfund, was etwa 15 Euro entspricht.
Da für Londoner Verhältnisse aber die Black Cabs trotzdem recht teuer sind, haben sich überall kleine 'Büros' aufgetan, in denen man ein MINI CAB mieten kann. In vielen Seitenstraßen der Stadt findet man solche Läden. Es handelt sich dabei um normale Privatwagen, die allerdings durch eine Marke kenntlich gemacht sind, so daß man sie schon von Weitem erkennen kann. Diese darf man NUR dort im Laden oder telefonisch bestellen! Der Fahrpreis wird mündlich abgemacht und richtet sich nach der zu fahrenden Entfernung. In der Regel ist der Preis etwa halb so hoch wie beim Black Cab, wobei aber in der Innenstadt auch diese Leutchen wissen, wie man Touris ausnimmt und Preise verlangen, mit denen man auch locker mit einem normalen Taxi fahren kann! Man sollte sich also vorher mal über die Preise der 'Black Cabs' kundig machen, damit einen die Herren von den 'Mini Cabs' nicht über den Tisch ziehen können!
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Oft haben diese Lädchen auch ein oranges Blinklicht über der Tür, so daß man sie schon von ferne gut erkennen kann!
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Und der Lizenz-Aufkleber:
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Und dann haben wir noch im absoluten Innenstadt-Bereich Fahrrad-Trishaws, aber nicht so schicke moderne wie bei uns, sondern richtig altmodische asiatische, wie man sie früher auch in Hongkong sehen konnte.
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Es gibt, glaube ich, nur zwei Städte auf der Welt, wo Taxi derart zum Symbol geworden sind, daß man sich diese ohne ihre Cabs einfach nicht vorstellen kann, auch wenn sich die Typen verändern: New York (siehe meinen Bericht!) und natürlich London! Sogar als Display in einem großen Spielzeugladen dienen sie und natürlich auch als Souvenir.
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Es war schon etwas schade, daß ich nur so wenig Zeit hatte, aber alleine die Taxen sind doch schon mal ein guter Grund, wieder hinzufahren!
London (1993)
1993 bei meinem (Anke) ersten Urlaub in England gab es noch die traditionellen schwarzen "London-Taxis" in der Hauptstadt, mit einem Gepäckfach vorn neben dem Fahrer. Da die Fotoausrüstung damals noch schwerfällig und das Filmmaterial teuer, und ich auch nicht unbedingt auf der Jagd nach Taxifotos war, habe ich nur ein einziges Bild eines London Cabs geknipst:
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