Taxis in Süd-Afrika

Wer alle Fotos sehen möchte, der gehe auf meine Photobucketseite und klicke dort den Ordner 'Taxis Of South-Africa' an!

Auf meiner Reise durch Süd-Afrika im September 2011 hatte ich natürlich auch wieder unsere Kollegen dieses Landes im Blickfeld. Klar. Allerdings konnte ich leider keine direkten praktischen Erfahrungen mit den Taxis sammeln, da wir einen schönen Toyota Corolla fuhren, also auf unsere Kollegen nicht angewiesen waren.
Trotzdem erlebte ich die Taxis im Verkehr und konnte viele Fotos machen, die den Lesern sicherlich einiges zeigen werden. Immerhin waren wir 4 Wochen unterwegs und fuhren 5.000 km kreuz und quer durch's Land.
Auch hatte ich Gelegenheit, mich fast 90 Minuten lang mit zwei Kollegen zu unterhalten, die mir gerne Auskunft erteilten. Cherelene und Jacque aus Knysna an der Südküste gilt mein Dank.

Zunächst einmal muß man sagen, daß die Taxis in Süd-Afrika berühmt aber auch mindestens ebenso berüchtigt sind. Wir erinnern uns gerne an den genialen Taxisong Leon Schusters ('500 Miles in my Taxi'). Dieser Mann ist so eine Art süd-afrikanischer Mike Krüger, der auch im Fernsehen eine Überraschungsshow hat, in der er schon mehrfach mit Taxis gearbeitet hat.
Hier haben wir das Lied und ein Filmchen von YouTube.


Und ein anderes Filmchen nicht von Leon Schuster:

 

Als Touri-Attraktion allerdings spielen sie praktisch keine Rolle, wenn wir das mal mit London oder New York vergleichen.
Souveniers, die Taxis zum Inhalt hatten, fand ich erst an den allerletzten Tagen, und dort ausgerechnet in echten Touri-Fallen, sprich: teueren Andenkenläden.
ZB die beiden witzigen Kühlschrank-Magneten

Kuehlschrankmagnet Kuehlschrankmagnet


und das handgearbeitete Bustaxi, welches ein absolutes Unikat ist, da es aus irgend welchen individuellen Blechresten geschnitten und zusammengelötet wurde, einer Kunst, wie sie in den afrikanischen Slums sehr oft vorkommt. Da entdeckt man die seltsamsten Konstruktionen aus Resten, die dann als Souvenirs verkauft werden.

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Und auch in der Malerei, die ihren Ursprung in den Townships hat, kommen Taxis immer mal wieder vor. Hier ein Bild von James Malinga: 'White Taxi'!

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Oder als Werbung an einer Tankstelle.

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Oder auch als Witzpostkarte.

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Und in den Tageszeitungen, egal ob in Englisch oder Afrikaans, ist ein Taxi-Comic-Strip sehr popular und täglich zu lesen: MAMA TAXI! Dort werden aktuelle Ereignisse, wie gerade die Rugby-WM, aus der Sicht des Fahrers kommentiert. In aller Regel sehr witzig.

Mama Taxi

Die Frühgeschichte es öffentlichen Verkehrs sieht ähnlich aus, wie in den USA, nämlich echte Stage-Coaches. Die fuhren regelmäßige Linien zwischen den größeren Städten. Auch in denen konnten bis zu 15 Personen befördert werden.
Sie wurden aber schnell von der Eisenbahn abgelöst. Dieses prachtvolle Exemplar steht im Museum des 1.Ratssaals in Bloemfontein.

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Im Gegensatz zu uns, sind die Taxis in SA der einzige wirklich verkehrstragende Arm des öffentlichen Nahverkehrs. Da die allgemeine Motorisierung gering ist und es kaum Busse gibt. Wenn wir mal von ganz wenigen Exemplaren in den größeren Städten absehen, die auch extrem unregelmäßig fahren, tragen unsere Kollegen sicherlich 90% des Personentransportes. Ohne die Taxis würde in SA nichts mehr gehen. Das haben die Kollegen dort uns eindeutig voraus. Andererseits sind die Arbeitsbedingungen ganz sicher ebenfalls sehr hart und die Entlohnung niedrig, auch an lokalen Maßstäben gemessen, zumal dort zB die Lebensmittel sehr teuer sind.
Selbst einen Wechselkurs von 10:1 vorausgesetzt (10 Rand = 1 Euro) sind die Lebensmittelpreise etwa mit den unseren identisch, die durchschnittlichen Einkommen allerdings überhaupt nicht. Aber darauf komme ich noch später.
Der Sprit ist für uns billig (etwa 9 Rand pro Liter Super 95 = 90 Euro-Cent), aber auch das ist natürlich nur im Hinblick auf den extremen Wechselkurs so, der keinesfalls der lokalen Kaufkraft entspricht.

Man bemerkt sofort, daß nahezu das gesamte Taxi-Geschäft in den Händen der schwarzen Bevölkerung ist, mal abgesehen von ein paar Indern oder Malaien, wie man sie zB in Bloemfontein beobachten konnte. Weiße Taxifahrer sieht man so gut wie nie.
Man muß dazu allerdings feststellen, daß die weitestgehendst schwarze Regierung auch alles daransetzt, es der schwarzen Bevölkerung leicht zu machen, einen Betrieb zu eröffnen, da es geringer Kapitalien bedarf, ein Taxi zu fahren.
Hier dazu ein par offizielle Websites:

http://www.arrivealive.co.za/pages.aspx?i=2407
http://globalvoicesonline.org/2009/09/04/south-africa-taxis-defiant-of-new-bus-system-for-world-cup/ http://roadsafety.co.za/2010-11/mpumalanga-driver-wins-title-of-2010-best-taxi-driver-in-south-africa/

Und auch die Voraussetzungen, Taxifahrer zu werden, sind gering.
Man bracht nur einen gültigen allgemeinen Führerschein. Eine Ortskundeprüfung gibt es nicht, wohl aber eine Erlaubnis zum Taxifahren.
Und Führerscheine sind billig oder gar ganz schlicht gefälscht, wobei es offensichtlich niemanden wirklich kümmert, daß ein großer Prozentsatz der Fahrer (auch der Privatfahrzeuge) nie eine Fahrschule besucht hat. Einige Weiße, die dort ansässig sind, behaupteten, daß grundsätzlich fast alle Fahrer keine wirkliche Erlaubnis haben.
Irgendeine Form der Kontrolle muß es allerdings geben, denn ich durfte eine Lizenz einsehen, von der man zwei Marken entfernt, die dann an die Windschutzscheibe geklebt werden als Nachweis, daß dieser Wagen legal als Taxe fährt.

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Den Berichten nach, sind fast alle Fahrzeuge in der Hand von Kleinbetrieben mit sehr wenigen Fahrzeugen, was ja auch den Vorstellungen der Regierung entspricht, um die extreme Arbeitslosigkeit unter der schwarzen Bevölkerung ein wenig zu verringern.
Zunächst einmal dachte ich, daß es zumindest eine sehr große Firma geben müsse, da diese überall mit hochmodernen Toyotas und markanten Beklebungen in den süd-afrikanischen Farben aufzutreten schien. Später aber erklärte mir ein dort wohnender Deutscher, daß es sich hierbei um offizielle Aufkleber von Toyota für die Fußball-WM 2010 handeln würde, die damals jeder bekam, der sich so ein Fahrzeug kaufte, wenn er es wünschte.

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Und dazu kommen noch vergleichsweise geringe Preise für Neu-Taxis, wenn diese in SA gebaut wurden. ZB ein VW Crafter oder Mercedes Sprinter für etwa 7.000 bis 8.000 Euro! In Taxi-Ausstattung mit 16 Sitzen.

Autoanzeigen

Kaum landet man in Kapstadt, wird man auch schon mit den örtlichen Taxen konfrontiert. Es gibt Schalter, die interessierten Kunden Meter-Taxis vermitteln. Da kann der Tourist sicher sein, nicht ausgenommen zu werden.

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Und auch Mietwagen bieten ihre Dienste zu Preisen an, die für unsere Verhältnisse sehr niedrig sind.

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Hotelshuttles sind ebenfalls häufig, von denen wir eines nutzten, da unser Hotel für die erste Nacht direkt am Flughafen lag, weil wir dort gleich am nächsten Morgen unseren Mietwagen übernehmen wollten. Der Fahrer erwartete uns bereits bei der Ankunft. Ein äußerst netter und hilfsbereiter Kerl. Natürlich hatte ich erst mal das Problem, auf der richtigen Seite einzusteigen, denn schließlich fahren die Autos in SA alle auf der falschen Seite.

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Wir unterscheiden zunächst einmal 2 Arten von Taxis: Die traditionellen und überall flächendeckend vorhandenen Kleinbusse, die in aller Regel zwischen 12 und 15 offizielle Sitzplätze haben.
Solche Fahrzeuge kennen wir aus fast allen Ländern Afrikas.

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Aber dann gibt es auch Taxis in unserem Sinne, die mit Uhren ausgestattet sind, einige sogar mit Funk oder Handyvermittlung. Bis auf wenige Ausnahmen finden wir diese in den großen Städten wie Kapstadt, Bloemfontein oder Orten, wo viele Touristen sind.

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Während die Kleinbusse Festpreise pro Person und Strecke haben, sollten die Meter-Taxis offiziell immer mit Uhr fahren, wobei die Zahl der Passagiere bei ihnen keine Rolle spielt. Es gilt, wie bei uns, nur der Preis, der auf der Uhr steht.
Die Fahrpreise liegen zwischen 10 und 14 Rand pro Kilometer, aber auch die Wartezeit wird berechnet.

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Es gibt, zumindest im Bereich Kapstadt auch einige Taxis, die damit werben, besonders billig zu sein, da sie 'nur' 9 Rand pro Kilometer kosten.
Aber ich nehme mal an, daß auch diese Wagen, wann immer sie können, ihre Uhren nicht einschalten und die Preise entsprechend aushandeln.

Der Gebrauch von Taxischildern ist offensichtlich von Stadt zu Stadt unterschiedlich geregelt. So haben die Kleinbusse nie Dachschilder, wohl aber Lizenszeichen an der Seite oder am Heck.
Auch bei den Meter-Taxis ist das unterschiedlich. Einige Firmen haben keine,

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andere welche, die ähnlich den deutschen sind. Aber auch bei den Hungerleuchten selber gibt es verschiedene Arten.

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Während die neueren Busse fast alle weiß sind mit einem gelben Streifen rund herum, sind die älteren Fahrzeuge neben weiß oft auch gelb, rot und manchmal grün oder violett. Der gelbe Streifen ist aber allen gemeinsam.
Die Meter-Fahrzeuge sind eigentlich immer sehr unterschiedlich in der Farbgebung. Viele von ihnen sind auch über und über mit Werbung beklebt. Allen aber ist gemeinsam, daß sie seitlich Angaben zur Firma und im Bereich Kapstadt auch noch Schilder mit Preishinweisen haben. Wahrscheinlich auch eine Sache, die der WM zu verdanken ist.

Die Kleinbusse in den Städten fahren meist feste Routen, können aber jederzeit auch für private Fahrten angeheuert werden.
Jeder größere Ort hat eine Art Bustaxi-Bahnhof, an denen sich die Taxis aufstellen, um dann bestimmte Strecken zu bedienen. Dort kann man auch schon einsteigen, wenn man ein bestimmtes Fahrziel hat, das von dort aus angefahren wird. Der Preis für eine Fahrt kostet etwa 7 Rand pro Person (70 Euro-Cent), wobei man jederzeit aussteigen aber auch einsteigen kann.

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Kommt ein Bus in Sicht, winkt man, und der Fahrer stoppt umgehend und läßt einen zusteigen.

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Das gilt sowohl für die Städte als auch dem Land.

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Man kann sie aber auch für Gruppenfahrten oder Transporte anheuern, wie zB für Fahrten von Kapstadt zum Kap der Guten Hoffnung, oder um seine Waren zum Markt zu bringen. Auch das erledigen die Taxen, zumindest auf dem Lande, da oft andere Transportmittel fehlen. Hier sieht man dann aber normalerweise nur die modernen Toyota-Taxen.

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Es gibt auch noch inoffizielle Personen-Transporte, die meist mit Pick-Up-Trucks gemacht werden, die spezielle Aufsätze über der Ladefläche haben.

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Taxistände in unserem Sinne sind sehr selten. Diese sieht man eigentlich nur vor großen Hotels oder touristischen Orten, wie zB die 'Waterfront' in Kapstadt oder die Basisstation der Seilbahn auf den Tafelberg.

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Bei kleineren Orten wie zB Franchhoek ist so ein Stand dort, wo es auch eine Service-Station für Taxis gibt, was meist größere Tankstellen sind.
Dort tanken die Fahrer nicht nur, sondern warten auch darauf, an die Reihe zu kommen. Dabei sind sie wirklich sehr eifrig am Putzen ihres Fahrzeuges, was einem auffällt.
Man schwatzt und trinkt Kaffee, ganz wie bei uns.

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In Franschhoek unterlag ich an einer solchen Service-Station einem weiteren Mißverständnis, denn an der dortigen Taxi-Haltestelle gab es zwei Flaggen, die die Aufschrift 'Pick'n Pay' (Nimm und zahl!) hatten. Da nahm ich an, daß damit das lokale Taxisystem gemeint sei.


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Ich hätte nicht weiter von der Wirklichkeit entfernt sein können, denn nur wenig später durfte ich feststellen, daß es sich dabei um eine große Supermarktkette handelte. Nun ja, hätte irgendwie schön und logisch gepaßt.

Überhaupt fiel mir schon nach kurzer Zeit auf, daß eigentlich fast alle Fahrzeuge in einem ziemlich guten Zustand waren, etliche sogar brandneu. Egal, ob man die Kleinbusse oder die Meter-Taxis betrachtete. So richtige Schrottlauben, wie man sie häufig in Ägypten sah, gab es hier eigentlich kaum, mal von wenigen Ausnahmen abgesehen.
Und auch die berüchtigte Fahrweise der Kutscher muß sich auf mirakulöse Weise geändert haben, denn in all der Zeit auf den Straßen SAs traf ich keinen einzigen wirklich irren Fahrer oder Raser. Da gab es in den USA deutlich mehr von, oder hier bei uns! Allerdings scheint man das in SA selbst anders zu sehen, wie man dieser Karrikatur entnehmen darf.

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Das Gefährlichste auf den Straßen waren also nicht die Taxis, sondern die Fußgänger und das Vieh. Erstere auch in der Großstadt. In den Schwarzenvierteln herrschten ziemlich chaotische Zustände. Da macht dieses Motto auf einem Meter-Taxi in Bloemfontein schon Sinn:

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In der Nähe von Knysna (sprich: Neisna) an der Südküste vor der Großkatzenaufzuchtstation Tenikwa traf ich dann Cherelene, die ein Metertaxi fuhr, und Jacque mit seinem Toyota-Bus. Beide hatten gerade eine Touri-Gruppe dorthin gefahren und warteten auf diese, was ich zu einem Plausch mit den beiden nutzte. Auch ich hatte da gerade nichts zu tun, weil mein Frauchen mit einem Geparden (Cheetah) an der Leine 2 Stunden durch die Pampa zog, wo ich leider nicht mit konnte. Aber ich habe die Zeit gut genutzt.

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Die Taxilizenz, die man oben sehen kann, stammt von Jacque, ebenso wie die Information, daß er gerade kurz vorher geblitzt worden war, was ihn 500 Rand gekostet hat. Daß das ziemlich heftig ist, können wir Cherelenes Information über ihre Einkommen entnehmen.
Sie gibt jeden Tag ihre Einnahmen an ihren Boß, der ihr dann pro Woche etwa 600 Rand auszahlt. Dazu kommen dann Trinkgelder, die aber, wie bei uns, stark variieren können. Sie, ebenso wie Jacque, verdienen also etwa 2.500 Rand pro Monat, was einem Wechselkurs von 250 Euro entspricht, und das bei ähnlichen Lebensmittelpreisen wie bei uns, weshalb sie auch hauptsächlich Reis und Hirse essen, da alles andere viel zu teuer ist. Leben kann man jedenfalls nicht vom Taxifahren, wenn man noch eine Familie zu ernähren hat.
Zum Vergleich: Ein städtischer Busfahrer verdient dort etwa 8.000 Rand. Und ein Rentner, der Professor an der Universität von Stellenbosch war, bekommt immerhin die sagenhafte Summe von 1.100 Rand (110 Euro)!

Trotzdem sind natürlich beide froh, daß sie Arbeit haben, die auch noch ganz bequem und sauber ist. Während Jacque hauptsächlich größere Gruppen von Touristen zu den Sehenswürdigkeiten fährt (er spricht natürlich, genau wie Cherelene, Englisch, Afrikaans und lokale Sprachen der Schwarzen), fährt diese junge Kollegin mit ihrem kleinen Wagen Bestellungen, die ihr über Handy vermittelt werden. Sie fährt normalerweise etwa 12 Stunden von morgens 10 Uhr bis 10 Uhr abends. Dazwischen ist nichts los. Wenn die Diskotheken schließen, fährt auch sie nach Hause.
Tagsüber nimmt sie, wie auch auf dem Bild zu sehen ist, ihr Dachschild ab, denn die Leute mögen das lieber.

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In der Nachbarstadt George plant man gerade, einen öffentlichen Busverkehr einzurichten, was ganz sicher zu großen Problemen mit den dortigen Taxifahrern führen dürfte, da das den Kutschern reichlich Touren kösten dürfte.
Hier ein Artikel zu diesem Thema:

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Und auch die Karrikaturisten scheinen das wohl so zu sehen.

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Überhaupt sind die lokalen wie nationalen Zeitungen voll mit Taxithemen, die allerdings nur von schrecklichen Unfällen berichten, bei denen viele Menschen zu Schaden kamen. Oder von einem Fahrer, der schon einmal einen Menschen getötet hatte mit seiner Fahrweise, und dann noch ein Kind angefahren hatte und Fahrerflucht beging, es dann aber doch noch in eine Klinik gefahren hatte.
Aber auch über einen Kollegen, der Opfer eines riesigen Schlagloches geworden war, das offensichtlich nicht genügend abgesichert worden war und schon monatelang existierte, obwohl sich niemand um dessen Beseitung kümmerte.

Schlaglochopfer

14.000 Tote gibt es pro Jahr in SA auf den Straßen! Dabei sind Taxen natürlich zwangsläufig überproportional in Unfälle verwickelt, da sie eben auch die Masse der Fahrten machen.
Auf dem folgenden Bild liegt jemand neben dem Taxi. Ob es sich dabei um einen Unfall handelte, oder der Person einfach schlecht geworden war, kann ich natürlich nicht sagen.

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Was allerdings wohl sehr häufig passiert ist, daß die Busse zwar 15 Leute mitnehmen können, oft aber erheblich mehr an Bord haben, als erlaubt ist. So soll einmal ein Taxi verunglückt sein, das 45 Schulkinder in seinen Raum gequetscht hatte, wie mir einer berichtete.
Dazu fand ich im Netz eine Karrikatur, die das gut darstellt:

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Derzeit will die Regierung die Maximalgeschwindigkeit in SA von 120 km/h auf 100 herabsetzen, was aber höchst umstritten ist, auch und gerade unter unseren Kollegen. Meine Erfahrungen dort zeigten, daß sich eigentlich fast alle ziemlich korrekt an diese Beschränkung hielten, obwohl der Straßenzustand eigentlich immer sehr gut war.

Eines der Themen, die auch die Nachrichten füllten, war, daß eine Taxigenossenschaft nun eine Billig-Airline gründen will, was natürlich auch zu vielen Kontroversen geführt hat, und auch hier haben die Karrikaturisten wieder alle Hände voll zu tun. Die offizielle Begründung für diesen Schritt ist, daß man diese Linie auf einer Strecke betreiben will, auf der es praktisch keine Möglichkeiten gibt, diese mit Taxis zu bedienen. Trotzdem scheint die große Masse diesem Vorhaben eher skeptisch gegenüber zu stehen.
Allerdings erscheint mir der Zustand der Flugzeuge auf den Zeichnungen eher auf der Situation des Taxigewerbes von vor etlichen Jahren zu beruhen, denn heutzutage trifft man, wie ich schon schrieb, solche Rostlauben nur noch sehr selten an, wozu nicht zuletzt die Fußball-WM beigetragen hat.

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Hier eine Übersetzung der letzten Karrikatur: "Wenn wir nur an der langsamen Boeing vorbei kämen. Erster Halt auf der N2 (Autobahn) bei Butterworth, und dann schießen wir direkt nach Bhisho."

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Natürlich werde ich mal versuchen, weitere Informationen über dieses Vorhaben zu bekommen, denn vielleicht wäre das ja auch mal was für uns hier in Hamburg!
Allerdings gab es ja vor etlichen Jahren schon mal so etwas Ähnliches von Hapag, wo die Flugzeuge in Checker-Farben gestrichen waren und die Werbung lautete: 'Fliegen zu Taxipreisen!'

Übrigens fand ich auf der Kinderseite einer Wochenendausgabe einen kleinen Bericht über Indien aus der Sicht eines süd-afrikanischen Kinderreporters in einem Taxi dort! Da wird berichtet, daß die Autofahrer Kalkuttas derart im Streß sind (und damit natürlich auch unsere Kollegen dort), daß man an großen Kreuzungen Musik und Gedichte über Lautsprecher sendet, um die Fahrer zu beruhigen!
Wie beruhigend!
Wäre ja vielleicht auch mal was für unsere Straßen, oder?
Schließlich sind wir doch das 'Volk der Dichter und Denker', oder wie war das?

Taxithema auf der Kinderseite

Und was ist mit Tuk-Tuks? Während man sie in Ägypten in großen Mengen sieht, tauchen hier in SA absolut nie auf, jedenfalls nicht als Taxis, sondern höchstens mal an ein paar Touristenplätzen oder als Hotel-Servicefahrzeuge.

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