Über mich

Diesem Bild würde man sicherlich nicht ansehen, daß der Dargestellte Jörn-Ulrich Napp inmitten erheblicher Notzeiten geboren wurde. Nämlich genau 10 Tage nach dem Weltkrieg, den man den Zweiten nennt. Obwohl keine Angriffe mehr stattfanden, lag meine Geburtsstätte in einem Luftschutzkeller in Hamburg-Bergedorf.

Daher resultieren wohl auch die meisten meiner Komplexe: Geborgenheits- und jede Menge Schmusebedürfnis. Da wären sicherlich noch einige mehr, aber die tun hier nichts zur Sache.

Ein gewisser Hang zu Abenteuern ist dem Kleinen allerdings auch nicht abzusprechen, denn er ist eigentlich im Laufe seines Lebens recht weit herumgekommen, und das über viele Jahre hinweg. Als ich fünf war, wurde ich von einem Bergedorfer Schupo (damals noch mit Pickelhaube) am Bahnhof aufgegriffen, mit einem Puppenkoffer in der Hand, der eine Tüte Bonbons enthielt. Auf seine Frage, wohin ich denn wolle, sagte ich ihm: "Nach Amerika!"

Wie man dem rechten Bildchen entnehmen kann, hatte ich in den legendären 68ern meine revolutionäre Phase, von der ich nie kuriert wurde. Womit man, auch ohne nähere Erwähnung, sich ein Bild über meine politische Weltsicht machen kann, die abhold allem ist, was zur Unterdrückung der persönlichen Freiheiten führt. Am liebsten wäre mir ein System, in dem es absolut nichts und niemanden gibt, der versucht mir und anderen zu erzählen, wo es lang gehen soll. Auch das hat sich bis heute unverändert erhalten und soll auch so bleiben!

Was meinen Bildungsweg anbelangt, so machte ich in Lübeck am Katharineum altsprachliches Abi, studierte dann Naturwissenschaften und fuhr damals schon nebenher Taxi. Natürlich immer nachts. Das war so ab 1967. Man sieht also, daß ich mich in diesem Metier etwas auskenne. Dazu pflegte und pflege ich allerlei Hobbies: Lesen (besitze eine recht umfangreiche Bibliothek), Musik, Kino...

...und Modellbau aller Art. Vor allem aus Papier und Plastik. Schiffs- Flugzeug- und Raumfahrtmodelle, von denen die meisten nur nach Bildern konstruiert wurden. Ca. 150 Modelle von mir stehen im Hamburger Planetarium und wurden einmal in der Sparkasse am Großen Burstah ausgestellt (siehe Foto nebenan). Außerdem bastele ich schon seit Jahren an einer großen Burg für Playmobil-Ritter, nach denen ich, ich muß es gestehen, süchtig bin.

Seit vielen Jahren sammle ich Modelltaxen. Meine Sammlung könnt ihr bewundern, wenn ihr auf den Button 'Modellsammlung' klickt!

Meine wichtigsten Hobbies vergaß ich: Astronomie, Science Fiction (Hierbei möchte ich besonders 'Star Trek' erwähnen) und Politik. Ziemlich entgegengesetzte Dinge, aber der alte Lateiner-Spruch 'Varatio Delectat' (Mannigfaltigkeit erfreut!) gilt für mich in besonders hohem Maße. Einseitigkeit, egal auf welchem Feld, ist für mich das größte Übel.

Mit großer Begeisterung schreibe ich als Wissenschafts-Offizier 'Charlie McGregor' in dem Rollenspiel der USS Saipan mit, einem virtuellen

Politisch engagiert war ich bei den Jusos in Eimsbüttel. Allerdings konnte ich den Rechtsruck der SPD nicht verknusen und stieg dort aus. Ich hatte einfach keinen Bock mehr, mich geistig ständig verrenken zu müssen. Als Alt-Anarcho wollen wir es dann auch dabei belassen! Es gilt der Spruch Mathias Claudius': "Freiheit ist: Ich darf alles, ohne einem anderen damit zu schaden!"

Aus Korea, wo ich fast 11 Jahre war, brachte ich neben vielen guten und schlimmen Erfahrungen (eine Art Bürgerkrieg ab 1980), ein süßes Töchterchen mit (Eva-Natascha), die sehr selbstständig ist und dazu Papas ganzer Stolz. Auf dem Bild rechts, was eine Tanzveranstaltung ihres koreanischen Kindergartens zeigt, sieht man sie vorne in der ersten Reihe ganz links.

Nach allerlei persönlichen Ups und Downs traf ich im Jahr 2002 den berühmten 6er im Lotto: Ich erlebte das legendäre 'Close Encounter Of The Third Kind'. Tief im Cyberspace, jenseits aller Grenzen von Raum und Zeit heuerte ich auf dem oben genannten Raumschiff an, deren Captain Sareth t'Khellian war, die im realen Leben Anke hieß.

Im VL (für Outsider: 'Virtual Life') verliebte sich Charlie in seinen Captain. Und als dieser sie dann im RL (Real Life) traf, haute es ihn von den Socken, denn niemand hatte es bisher geschafft, derart viel Liebe und Zärtlichkeit mit soviel Verständnis zu verbinden, was meine Marotten und Hobbies anbelangte. Außerdem war sie Star-Trek-Fan!

Und die Tatsache, daß sie ernsthaft katholisch war und ist, und ich eher ein gottloser Geselle, tat und tut unserer Liebe keinen Abbruch. Im Gegenteil! Es ist immer spannnend, mit ihr, sprichtwörtlich, über Gott und die Welt zu diskutieren.

Sie ist die Autorin unserer Raumschiffseite (s.o.) und diverser Bücher über geschichtliche und kulturhistorische Themen (mal bei Amazon unter 'Anke Napp' reinsehen!) und hat wesentlich zur Entstehung dieser Website beigetragen. Endlich hab ich mal jemanden, der mir ollenTypen die Geheimnisse der Site-Erstellung beipult.

Ich vergaß noch ein wichtiges Mitglied meiner Familie: Unseren Kater 'Mister Spock'! Sein Name, das ist klar, macht Sinn, wenn man unser Hobby betrachtet. Als er ungefähr ein halbes Jahr alt war, fuhr ich mit dem 9er-Bus aus der Stadt nach Großlohe. Da saß ein älterer Herr mit ihm auf dem Schoß und wollte ihn ins Tierheim bringen. Sein Vorbesitzer war verschieden.

Durch das Gitter des Tragekorbes sah er mich an und ich ihn. Er miaute, ließ sich streicheln, und wir beide wußten, daß wir zusammengehören!

Noch ein Anruf beim zukünftigen Frauchen, und er zog bei uns ein. Er hat noch ein paar andere Namen: Pelzmonster, Großpfote, Dracula (wegen des Blutes, das ich durch ihn schon verloren habe) und 'Gieriges Spitzohr'!

PS: Ich war auch mal für ein paar Stunden 'berühmt'! Berühmter sogar, als der damalige US-Präsident Jimmy Carter! Das Ganze spielte sich irgendwann im Jahre des Herrn 1978 ab, als mal ein BILD-Reporter zu mir kam und mich fragte (in meiner damaligen Funktion als Vorsitzender des Vereins 'Volkssternwarte Hamburg' e.V.), was ich denn von UFOs halten würde, über die vor allem in BILD immer wieder berichtet würde?

Wahrheitsgemäß antwortete ich, daß ich zwar absolut nichts von den angeblichen UFO-Sichtungen halte aber, natürlich nicht ausschließen könne, daß es irgendwo im gigantischen Universum noch intelligentes Leben geben könne. Wenige Wochen später erschien dann ein Artikel in diesem Blättchen, der mich nun wirklich vom Hocker haute und großes Gelächter von Freunden und Bekannten in meiner damaligen Stammkneipe 'Schellfisch Posten' am Fischmarkt und im Verein nach sich zog: 'Wissenschaftler behauptet: UFOs kommen aus der Milchstraße' (der Original-Artikel ist leider derzeit nicht verfügbar)! Aber auch endlose Anrufe durch UFO-Vereine etc.pp., die mich vor ihren Karren spannen wollten. Eine Gegendarstellung wollte die BILD nicht zulassen. Wochen später, am 9. November 1978, erschien dann auch noch der folgende Artikel. BILD lehnte wieder eine Gegendarstellung unter fadenscheinigen Begründungen ab, aber nur wenig später ergab sich, 1979 mit Vermittlung der Hamburger Morgenpost, meine Möglichkeit zur Rache: Günter Wallraff schrieb den zweiten Band seiner BILD-Bücher. 'Zeugen der Anklage' und suchte dringend bemerkenswerte Fälle von zweifelhafter Berichterstattung dieser Zeitung! Und da beteiligte ich mich mit einem längeren Beitrag. Dieses Buch war immerhin wochenlang auf den Bestsellerlisten! War also viel besser als eine Gegendarstellung.

Raumschiff, auf dem mein geliebtes Frauchen Anke mein Kommandant ist. Ganz wie im richtigen Leben!

Ich arbeitete schon in recht jugendlichem Alter von etwa 11 Jahren an der Volkssternwarte in Lübeck, dann an der Volkssternwarte in Hamburg, deren Chef ich eine Weile war. Ebenso als Dozent am Planetarium und an der Volkshochschule. Das alles bis 1979, weil ich mich da entschloß, für einen längeren Zeitraum die hiesigen Gefilde zu verlassen, und nach Asien zu gehen. Dort war ich Dozent an zwei größeren Unis (in Seoul und Chuncheon) und eine Zeitlang am Goethe Institut in Seoul.

Die beiden folgenden Bilder zeigen mich 1968 links mit meinen z.T. selbstgebauten Teleskopen auf dem heimatlichen Balkon und ganz rechts an der Volkssternwarte in Lübeck. Das Foto in der Mitte zeigt mich (ganz rechts) mit meinen Freunden von der Volkssternwarte Hamburg Anfang der 70er.