Südstaaten USA 2013 (und weiter unten: Südwesten 2020!)

Gleich, nachdem wir in Houston, Texas, angekommen waren, brauchten wir ein Taxi, um zu unserem Hotel zu kommen, das allerdings nahe des Flughafens lag, was die Begeisterung des Kutschers in Grenzen hielt. Aber gefahren ist er.

Aufgefallen ist sofort, daß es dort ein Häuschen gab, von dem aus die Taxitouren kontrolliert wurden.

 

Taxi-Distributeur am George-Bush-Airport, Houston:

Das Geschäft schien recht gut zu sein, da es keine wartenden Taxis gab. Aber es ging sehr schnell, da ständig Wagen anfuhren.

Hier ist das Cab, das uns dann zu unserem Hotel brachte.

Am nächsten Tag benötigten wir wieder einen Wagen, der uns zu unserem Miet-Camper bringen sollte. Die Tour war schon etwas besser. So um 25 US-Dollar.

Am Abend vorher, bei einem Rundgang um unser Hotel durfte ich gleich feststellen, daß auch das Mietwagengeschäft dort recht umfangreich zu sein scheint. Zunächst einmal hatten wir einen Flughafen-Shuttle da stehen und einen Lincoln Towncar, der offensichtlich die etwas luxuriösere Schiene bediente.

 

Kaum, daß wir unseren Camper abgeholt hatten, begannen wir natürlich auch Fotos der dortigen Taxenwelt zu machen. Dabei fiel gleich auf, daß der klassische Ford Crown Victoria (unten rechts) inzwischen nur noch eine Minderheit darstellt, die inzwischen weitestgehendst durch Vans ersetzt wurde, was natürlich auch viel praktischer ist. Das galt eigentlich für alle Staaten, die wir durchfuhren. Alle Fahrzeuge hatten übrigens keine Trennscheibe, wie man sie aus New York her kennt.

Farben- und Typenvielfalt in: Houston, Texas:

Und hier noch ein Cab, das am Space Center auf Kunden wartete:

Bei den Yellow Cabs gab es Werbung für ein Taxi-App!

Hier noch die offizielle Website von Yellow Cab in Houston:

http://www.yellowcabhouston.com/

und die Appsite:

http://hailacabapp.com/

Wie überall in den USA gelten die Yellow Cabs auch in diesen Staaten als die besten Taxis !

Und dann noch Kathy, die uns am Ende unserer Reise vom Camper-Vermieter wieder zurück ins Hotel fuhr. Sie ist ebenfalls 'selbstständig' und kommt, bei allerdings langen Schichten, auf recht gutes Geld!

 

In San Antonio, Texas:

Hier nutzten wir ebenfalls ein Taxi (Das weiße oben). Auf dieser Fahrt befragte ich den Fahrer ein wenig nach den dortigen Arbeitsbedingungen. Fast alle Kutscher sind da pseudo-selbstständig. Sie mieten die Fahrzeuge von einem Großunternehmer, wobei die Mieten ziemlich heftig sind. Bei einem 'normalen' taxi, wie dem unsrigen, kostet das 350,- $ pro Woche, und bei einem Yellow Cab 750,-! Trotzdem kann man, wenn man richtig ranklotzt seine Familie ernähren, ohne daß die Frau mitverdiehnt. Sie haben aber trotzdem oft Schichten, wo sie eigentlich zusetzen.

Solche Scheinselbstständigkeit ist ja bei uns grundsätzlich verboten, wird aber viel praktiziert unter dem Begriff 'Alleinfahrer'!

 

In Dallas gab es wirklich sehr viele wunderschön gefärbte Cabs:

Preise in Dallas (Texas):

 

Unsere nächste Station war Atlanta in Georgia:

Preise in Atlanta:

20 % Preisnachlass für Behinderte oder Senioren mit entsprechendem Nachweis. Flatrate-Zonen!

 

Und dann kam Florida, wo uns schon die Werbung auf den Taxis auf unser Reiseziel Kennedy Space Center hinwies:

 

In Florida nördlich der Everglades im Reservat der Miccosukee-Indianer entdeckten wir dann auch noch ein Yellow Cab, das einem lokalen Indianer gehörte:

Preise im Miccosukee-Reservat in Florida:

 

Und dann noch New Orleans:

Preise in New Orleans:

Alles in Allem gab es wieder unglaublich viele tolle Taxen zu sehen, wobei leider die Kamera nicht immer schnell genug hochfuhr, um sie auf's Bild zu bannen. Aber ich denke, die Vielfalt der Fahrzeuge und deren Bemalung kommt bei den Bildern gut rüber!

 

 


 

Weitere Taxis aus den USA

Hier folgen ein paar weitere Fotos, die mein Töchterchen Eva, die derzeit in Los Angeles wohnt, für uns alle im Oktober und November 2013 gemacht hat.

 

Taxis in Boston (2013)

 

Taxis in Los Angeles (2013)

 

Beverly Hills Taxis (2013)

Wie mir mein Töchterchen meldete, fahren in Beverly Hills, das übrigens KEIN STADTTEIL LAs ist, fast nur noch Toyota Prius als Taxen. Die Ford Crown Vics sind bals ausgestorben.

Und mal zur kleinen Ergänzung ein BH-Taxi als 1:87 Modell Chevrolet aus meiner Sammlung:

 

Long Beach Taxis (2014)

 


USA - Südwesten 2020

Bei unserer letzten Reise in die USA waren die Auswirkungen der Ridesharing-Systeme von UBER und Co. und das Zeitalter der Apps deutlich zu spüren. Es gab nur noch wenige Taxis. Schon am Flughafen in San Diego wurden wir gleich von einem UBER-Fahrer angesprochen, und viele Kunden stiegen in die gleich ans Terminal heran fahrenden Autos.

Zum Taxistand mussten wir ein ganzes Stück weiter laufen, aber wir wollten unbedingt mit einem richtigen Taxi fahren! Hier nun der Taxistand am Flughafen San Diego, und gleich daneben, die UBER-Säule, wo diese Autos warten, zu billigeren Tarifen als die Taxis.

Wie gut zu sehen ist, gibt es noch immer einige verschiedene Cab-Companies!

Wir nahmen schließlich ein grünes "Safe Cab" mit einem sehr netten Fahrer aus der ehemaligen Sowjetunion. Er klagte uns sein Leid, dass es kaum noch Touren gibt, da alle Leute mit UBER, LYFT und soweiter fahren, und kaum noch Geld rein kommt.

Am nächsten Tag transportierte uns ein rotes "Welcome Cab" von unserem Hotel zur Cruise America - Station, wo wir unser Campingmobil abholten:

Hier sehen wir ein typisches Taxameter und die Rate:

Auf Schritt und Tritt begegnet man in San Diego UBER und LYFT, hier im Balboa-Park, dem alten Gelände der Panamerika-Ausstellung, in dessen Gebäuden sich nun allerhand Museen befinden. Links auf der Fahrerseite ist das UBER-Schild zu erkennen.

 

Im Automobilmuseum von San Diego war auch dieses wunderschöne London Cab von 1967 ausgestellt. Das fuhr zwar nie als Taxi, aber Frank Sinatra chauffierte darin als "Taxifahrer" seine Freunde herum! Das Auto gehörte ihm bis 1971.

 

Dieses Taxi in Old Town San Diego trägt Werbung für die "Ride Yellow" - App, einen Partner von San Diego Yellow Cab:

Die meisten Taxis sind "Japaner", wie schon zu sehen war. Und noch ein Toyota, diesmal ein "Global Cab", auch in Old Town San Diego.

Unmut gegenüber UBER war auch an den entlegensten Plätzen zu spüren. Hier auf diesem Historic Trading Post an der Continental Divide machte sich jemand seinem Ärger Luft, indem er ein UBER-Schild in diese Rostlaube legte!

 

Das Ende unserer Reise stand unter dem Zeichen der Corona-Pandemie. Zum Glück mussten wir nur unseren lang ersehnten Urlaub nur um einen Tag kürzen. Aber die Abreise aus dem gefühlt leeren Hotel früh um vier mit dem Taxi - Fahrer schon mit Maske - hatte etwas Gespenstisches. Durch die Kontaktsperren und geschlossenen Restaurants und Kulturbetriebe gab es nun noch weniger zu verdienen für die Taxis...

 

Keine Reise ohne Taxisouvenirs! Auch diesmal sind wir auf Flohmarkt und in Second-Hand-Shop fündig geworden, darunter ein echt antikes Stück aus den 1920er Jahren, bei dem leider die Antriebskurbel fehlt: